Kontroverse in der Raucherdebatte

VADUZ – Ab dem 1. Mai darf in Lokalen nur noch in geschlossenen Nebenräumen geraucht werden. Was die Nichtraucher freut, stösst bei Gaststättenbetreibern und Rauchern auf wenig Gegenliebe.
Die im Dezember 2009 beschlossene Tabakpräventionsverordnung definiert Raucherräume in öffentlichen Gastbetrieben neu und sorgt damit weiterhin für Kontroversen in der Raucherdebatte. In Anlehnung an die Schweizer Vorgaben ist Gaststätten in Liechtenstein ab Mai nur mehr gestattet, einen Nebenraum für Raucher freizugeben. Dieser muss vom Hauptraum baulich klar abgetrennt sein, sodass kein ständiger Luftaustausch mit den rauchfreien Räumen besteht. Durchgangsräume oder andere Lösungen sind als Raucherzonen nicht zulässig.
Die 18 liechtensteinischen Betriebe, die noch den Hauptraum als Raucherraum beim Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen gemeldet haben, müssen nun handeln. Die betroffenen Wirte zeigen sich von der neuen Verordnung verärgert. Schliesslich sei es bereits die fünfte Änderung seit 2007, zählt man jene im Gesetz und die dazu entstandenen Verordnungen zusammen. Zudem betrifft diese nur Betriebe mit Raucherräumen. Die deklarierten (Einraum-)-Raucherbeizen bleiben weiterhin unangetastet.
Wie die Betroffenen nun damit umgehen werden, wissen noch die wenigsten. Nur zwei der angefragten Lokale sehen ihre einzige Lösung in der Umstellung auf einen reinen Nichtraucherbetrieb. Kämpferischer zeigen sich andere Betriebe im Einsatz für ihre rauchende Klientel. Die räumliche Umsetzung der Verordnung ist bei ihnen teilweise nur schwer möglich und sorgt für Verwirrung. Dazu würde die Verbannung der Raucher zu massiven Geschäftseinbussen führen, fürchten viele Wirte. Auch besteht die Sorge, Lokale schliessen zu müssen, wenn die Stammtischgäste wegen des Rauchverbots ausbleiben.
Hoffen auf Einigung
Die Reaktionen der betroffenen Wirte reichen von blankem Unverständnis bis hin zur Überlegung, juristische Schritte einzuleiten. Viele wollen vorerst noch nichts unternehmen und warten, wie sich die Lage entwickelt. Manche Wirte hegen aber die Hoffnung, dass auch diese Verordnung erneut geändert wird – zugunsten der Raucher.
Amt versteht Aufregung nicht
Die Aufregung der Gastwirte über die Verordnung kann das zuständige Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen nicht nachvollziehen. Schliesslich seien diese bei der neuen Definition des Raucherraums als Nebenraum durch eine Interessensvertretung involviert gewesen. Zu einer weiteren Verschärfung, wie sie mancherorts in der Schweiz herrsche, werde es aber vorerst nicht kommen. Raucherräume in liechtensteinischen Lokalen bleiben auch in Zukunft Gasträume, in denen Gäste bedient werden dürfen.
Besonders betroffen von der neuen Verordnung sind die unten angeführten Betriebe, die den Hauptraum als Raucherraum gemeldet haben. Nicht betroffen sind hingegen die deklarierten (Einraum-)Raucherbeizen.
– Restaurant Falknis, Balzers
– Restaurant Zur alten Eiche, Triesen
– Restaurant Linde, Triesen
– Restaurant Edelweiss, Triesenberg
– Heusträffl, Triesenberg
– Sareiser Joch, Triesenberg
– Restaurant Falknis, Vaduz
– Gasthof Au, Vaduz
– Crash Bar, Vaduz
– Restaurant Real, Vaduz
– Restaurant Landhaus, Nendeln
– Weinstube, Nendeln
– Landgasthof Rössle, Ruggell
– Restaurant Eschnerberg, Eschen
– Fernsicht, Eschen
– Restaurant Fago, Eschen
– Gasthaus Krone, Schellenberg
– Alter Zoll, Schaanwald

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